Kauftipps für Ihr Futon
• Mein Futon •
Welches FUTON ist für mich?
Wir wollen, dass Ihr Futon Ihnen Freude bereitet, dass Sie sich
wohlfühlen, über lange Zeit.
Deshalb haben wir – als
Grundorientierung – jedem Futon recht eng gefasste Gewichtsangaben
beigefügt. Diese Angaben können je nach Futon-Erfahrung gedehnt
werden; sie gelten immer pro Person, nicht pro Futon.
Futons sind nie weich, im landläufigen Sinne (der eher instabil meint),
weil sie uns stets ruhig und gleichmäßig tragen; weich meint:
mehr Druckentlastung, speziell an Hüfte und Schulter.
Schauen Sie genau hin, wie Sie sind:
Sind sie empfindsam für Druck auf die Haut (unsere Flausch-Schurwolle schafft
Linderung) oder in Schulter und Hüfte (bitte DX 5, DW 5.0 oder DW 5.1), sind Sie eher
ruhig liegend (so kann das Futon fester) oder bewegen Sie sich viel (sollte es eher
weicher sein), schlafen Sie auf der Seite ein (sollte es weicher sein) oder auf
dem Rücken (kann fester) oder gar auf dem Bauch (sollte fest sein), überwiegend
allein (freie Auswahl) oder zu zweit (auf Breiten-Empfehlung achten), schwitzen
oder frieren Sie (Futon und die richtige Bettdecke dazu schafft Abhilfe), haben
Sie körperliche Beschwerden (dann sprechen Sie mit uns) oder brauchen Sie einfach
nur ein neues Futon?
Bitte folgen Sie unseren Hinweisen, doch wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie uns per Telefon (0231 5896 9717) oder Email ( mail@futonwerk.de )
Schauen Sie woher Sie kommen:
Es macht einen beträchtlichen Unterschied, von welcher Art Schlafpolster Sie zum
Futon wechseln; besonders in der Übergangs- und Einliege-Phase. Nach einigen
Tagen bis Wochen, wenn Sie mit Ihrem Futon vertraut sind, spielt das keine Rolle
mehr, aber unser Körper gewöhnt sich nun mal an die ihm gestellte Anforderung,
eben auch wenn es ein Mißstand ist und braucht deshalb etwas Zeit, sich neu zu orientieren.
(„Wer mit 80 kg Körpergewicht 15 Jahre auf einer Durchschnittsmatratze (wovon wir ausgehen) geschlafen
hat, braucht einige Wochen ... um körperliche Irritationen oder gar
Deformationen zu überwinden – diese Phase ist, trotz neuer, guter Matratze nicht
unbedingt angenehm.“)
- Federkern-Matratzen sind überwiegend durch ihre brettartige, unelastische
Oberfläche gekennzeichnet und erinnern mehr an ein Trampolin (hart und federnd).
Die Umstellung auf Futon wird relativ leicht und angenehm, lediglich die erdige
Stabilität des Futon wird Sie beruhigen.
Achten Sie bei der Futonwahl einfach auf die Gewichtsangaben.
- Taschenfederkern-Matratzen sind elastisch an der Oberfläche, aber meist zu weich, spätestens nach 8-10 Jahren (sind sie weich und instabil). Die Umstellung auf Futon wird einige Tage brauchen, je nach dem wie lange Sie so gelegen haben. Bitte orientieren Sie sich bei der Futonwahl in Richtung ‚ mittelfest bis weich ’.
- Schaumstoff-Matratzen / Kaltschaum-Matratzen sind in der Regel von geringem
Raumgewicht (RG 25-40), was geringe Tragkraft/Haltbarkeit bedeutet und dann
entweder weich, mittel oder hart, was chemisch, über die Stabilität der
Molekülbrücken gesteuert und meist nur in H1 - H3 benannt wird. Aufgrund der
mäßigen Elastizität der einfachen Schaumstoffe werden Konturen hinein geschnitten und als
ergonomische Optimierung verkauft, was wiederum die Haltbarkeit
beeinträchtigt ...
Bei Visco-elastischen Schaummatratzen (Tempur, u.ä.) kommt die Wärmewirkung des
Körpers hinzu, was im Umkehrschluss dazu führt, dass das Ding bei geringer
Raumtemperatur zäh bis hart ist ...
Kurz: wenn Ihnen Ihre Schaum-Matratze zu
weich ist, orientieren Sie sich bei der Futonwahl in Richtung mittelfest (bis
weich); wenn Ihnen die Schaumstoffmatratze zu hart ist, orientieren Sie sich
einfach an den Gewichtangaben der Futons.
Wenn Sie irgendwann einmal glücklich waren mit Ihrer Schaumstoffmatratze, dann
ziehen Sie bitte auch eine Naturlatexmatratze in Erwägung:
neoNatura.de
- Wasserbetten sind vor allem durch ihre schlechte energetische Atmosphäre
gekennzeichnet (elektrostatische und elektromagnetische Felder = Elektro-Smog)
und durch die Bewegungseinschränkung.
War Ihnen das irgendwann mal sehr angenehm, schauen Sie sich bitte das ergoVlex
Naturschlafsystem an (neoNatura.de) und orientieren Sie sich bei der
Futonwahl in Richtung ‚weich’.
- Futon erfahrene Schläfer können bei uns nichts falsch machen, weil wir die höchste Qualität bieten, die es gibt. Orientieren Sie sich einfach an den Gewichtsangaben und ggfls. (v.a. wenn Sie Bauchschläfer sind) an der Liegeposition.
Wie hart oder weich liege ich am besten ?
Zunächst eine Vorbemerkung: weich ist nicht gleichbedeutend mit haltlos, schwammig, durchgelegen.
Eine weiche Unterlage kann kann stabil und unterstützend sein – eine harte Unterlage ist nicht unbedigt stabilisierend,
wenn sie konturlos hart ist, aufgrund der schlechten, wenig anpassungsfähigen Materialien.
Eine gute Naturlatexmatratze zum Beispiel oder ein QualitätsFuton mit Kautschukkern ist immer stabil, dadurch wird 'weich liegen'
zur Geschmacksfrage.
Auch unterscheiden wir zwischen weich im Allgemeinen und weich an der Oberfläche.
Hier sind ein paar Ideen zum Thema:
- Haben Sie es gern, wenn Futon / Matratze sich anschmiegt?
Dann dürfen Sie sich in unserer Einteilung in Richtung 'weich' orientieren
- Haben Sie ein Druckgefühl an der Hüfte oder wissen nicht recht wohin mit Ihrer Schulter?
Orientieren Sie sich bei uns eher in Richtung 'weich', keinesfalls sollten Sie hart liegen. Eine Naturlatexmatratze / ein Futon
mit doppeltem Kautschkkern tut Ihnen gut. Achten Sie für die Schulter auch auf ein passendes Kissen.
- Schlafen Sie stets auf der Seite liegend ein und haben dabei dass Bedürfnis, die Knie anzuziehen?
Vermutlich ist Ihre Unterlage zu fest, zu unelastisch an der Oberfläche. (Da kann bereits ein Unterbett hilfreich sein. Achten Sie beim Neukauf
auf die Elastizität an der Oberfläche.
- Haben Sie in der Rückenlage ein Gefühl von Hohlkreuz?
Sie brauchen eine, an der Oberfläche weichere, aber stabile Unterlage.
- Auch schwere Menschen können weiche Unterlagen benutzen, wenn diese aus gutem, stabilem Material gebaut sind.
- Frauen tendieren mehr zur festen Unterlage, aber mit weicher Oberfläche, Männer eher umgekehrt, was u.a. an dem meist unterschiedlichen Wärmebedürfnis liegt.
- Bauch- und Rückenschläfer (Einschlaf-Position) brauchen festere Unterlagen, Seitenschläfer brauchen weichere, elastischere, besonders an der Oberfläche.
- Futons dürfen eher etwas weicher sein, weil die Fasern darin sich später verfestigen.
Alle unsere Produkte sind grundsätzlich stabil genug, jeden durchschnittlichen Menschen zu tragen, unsere Gewichtsangaben an den Produkten sind eine Orientierungshilfe und überdies sehr eng bewertet, weil wir sehr hohen Komfort anbieten.
Welche Bett-/ Matratzengröße passt zu mir ?
Dies ist natürlich vorwiegend Geschmacks- / Ansichtssache.
Einzelpersonen kommen mit 100 cm Breite gut aus und liegen auf 120 - 140 cm sehr komfortabel.
Paare kommen im Durchschnitt gut aus mit 160 cm Breite, bei starkem Kontakt- und Wärmebedürfnis auch mit 140 cm,
180 cm ist komfortabel. je nach Körpergröße variieren die Werte um 10 - 20 cm. Häufig orientieren sich Paare, die federnde
Matratzen gewohnt sind zu größeren Maßen, um der gegenseitigen Beeinträchtigung auszuweichen, doch da hilft nur eine gute,
ruhige Unterlage (Futon / Naturlatex), die dann auch ruhig schmaler sein kann.
Die Unterlage sollte mindestens 20 cm länger sein als Ihr Körper – das schafft Komfort. Dies gilt ebenso für die Bettdecke, denn wenn diese nicht lang genug ist, wird sich der Körper stets zusammenziehen und kann schlechter entspannen.
Überlänge
Die meisten Menschen sind daran gewöhnt, im 2m langen Bett zu schlafen, auch wenn Sie eigentlich zu lang dafür sind. Ein angemessenes Bett ist ca. 20 cm länger
als der Mensch.
Wenn Sie also ca.190 cm oder länger sind, ermöglichen 210cm / 220cm lange Futons/Matratzen es Ihnen, sich auszustrecken und die Körperhaltung einzunehmen, die Ihnen entspricht.
Zur Probe: legen Sie sich entspannt auf dem Rücken in Ihr Bett, Kopf auf dem Kissen, dann drehen Sie sich ganz langsam (denn das tun Sie des nachts auch), bis in die Bauchlage und achten Sie darauf,
ob Sie während der Drehung jederzeit frei liegen oder ob Sie anstoßen bzw. die Füße über den Rand hinaus ragen.
Das Liegegefühl auf Futon ...
... ist anders als auf anderen Matratzenarten.
Futon ist erdig – wie eine üppige Blumenwiese im Sommer
stark – gibt Ihnen ein sicheres Gefühl
stabil – wie am weichen Sandstrand zu liegen
ruhig – ohne federn und wackeln
gleichmäßig – wie immer Sie sich bewegen
fest – gibt es Ihnen Auskunft über Ihren Körper
klimatisch – hohe Diffusion macht prima Klima im Bett
hautfreundlich – dank naturreiner Bio-Oberfläche
naturrein – bis in die Fasern
ehrlich – fügt es sich ein in den Raum
wolkig – wenn mit Flausch-Schurwolle
kuschelig – wenn Latex und Wolle Sie verwöhnen
behaglich – weil es sich rasch an Ihrer Wärme wärmt
sanft – wenn es das richtige ist
elastisch – dank Naturlatex
paarfreundlich – weil breit und still
langlebig – weil: bestes Material in bester Verarbeitung
schön – sowieso
Ein Futon von FUTONWERK ist all dies.
Es ist fest und still, doch nicht hart, sondern sanft elastisch (dank Natur-Latexkern), es gibt das stabile, erdige Gefühl, sicher getragen zu werden, ohne federn oder einsinken, was auch Paaren ein ruhiges, nestartiges Beisammensein schenkt.
Die hohe Diffusion hält ein trockenes, wohliges Bettklima, unterstützt von der hautfreundlichen, antistatischen und hygienischen Wirkung der naturreinen Materialien.
Stellen Sie sich vor, Sie liegen auf einer üppigen Sommerwiese (ohne Insekten J).
Die kräftigen, dichten Gräser und all die vielen kleinen Wiesenblumen bieten ein weiches, geschmeidiges und gut durchlüftetes Polster, das Ihrer Körperform angenehm nachgibt und Sie behaglich einbettet. Dennoch bleibt das Grundgefühl erdig, stabil und sicher.
Doch während die Wiese auf die Dauer hart würde, weil die Gräser nachgeben und der feste Wiesengrund Ihnen nicht genügend elastisch ist, bleibt ein Futon mit Naturlatex-Kern konstant in seiner elastischen Geschmeidigkeit; ohne federn, wippen oder einsinken, doch mit dauerhafter Lüftung.
• Allgemeines •
Was Futons von FUTONWERK auszeichnet
- alle Materialien sind naturrein, schadstoffgeprüft und bester
Qualität
- perfekte Materialkomposition, über viele Jahre erprobt
- höchste handwerkliche Verarbeitungsqualität = Passgenauigkeit,
Formstabilität und Dauerhaftigkeit
- Fertigung auf Bestellung = frische Ware und die Möglichkeit
individueller Anpassung
- schnelle und kostenlose Lieferung
- erstklassiges Preis-/Leistungsverhältnis
- bestmögliche persönliche Beratung führt zum gewünschten Ergebnis
Schlafverlauf / Schlafphasen
Der Schlaf verläuft in verschiedenen Phasen, die sich anhand unterschiedlicher Hirn-Frequenz darstellen lassen.
Es beginnt mit der Einschlaf-, der sog. Alpha-Phase (meditative Phase), hier hat das Hirn eine Schwingungsfrequenz von ca. 13 Hz erreicht und wir befinden uns im Übergang zum Leichtschlaf, von dort aus geht es zunächst schnell in den Tiefschlaf und unter 4 Hz, dazwischen immer wieder REM-Phasen, anfangs der Nacht mehr Tiefschlaf (1-2 Std.), später immer mehr REM (1-2 Std.), die meiste Zeit jedoch Leichtschlaf (3-4 Std.).
Zur Nacht, oder mit eintretender Ruhe schütten die Drüsen große Mengen Wachstums-Hormone aus, die für die zelluläre Regeneration sorgen, diese können im Schlaf am besten arbeiten, da die meisten Organe kaum tätig sind.
Während des Tiefschlafes findet deshalb ein gewichtiger Teil dieser lebensnotwendigen und Lebensenergie schaffenden Prozesse statt.
Wohl dem, der so gebettet ist, das es stattfinden kann, dessen Schlafpolster so stabil und elastisch ist, dass der Körper eine sichere Position halten und sich dabei auch bewegen kann, ohne den ganzen Muskelapparat zu betätigen.
Zu Bewegungen kommt es vorwiegend in der REM-Phase, wenn sich schreckhafte Momente des Tages entladen und natürlich im Leichtschlaf, damit alle Körperteile ausgewogen in den verschiedenen Positionen verweilen und die Säfte ausgeglichen fließen können. 30 – 60 Bewegungen finden durchschnittlich im natürlichen Schlafablauf statt; auch hier Bedarf es einer guten Elastizität der Unterlage.
Ebenso interessant wie unerforscht ist die Alpha-Phase, das Tor zum Schlaf, während der wir auch zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein schweben und auf energetische Weise mit anderen in Kontakt treten können. Sie ist es auch, die den neu entdeckten Kurzschlaf tagsüber kennzeichnet.
Dies ist nur ein sehr kurzer Abriss, eines sehr komplexen Prozesses, den wir Menschen noch lange nicht verstehen – so gibt es bis heute lediglich eine reihe von Hypothesen über den Sinn und die Funktion der Einrichtung Schlaf. Fest steht einzig, dass er unverzichtbar ist für Homo Sapiens und bevorzugt im Dunkeln stattfindet, weil wir dann verstärkt Melatonin produzieren, das körpereigene Schlafmittel.
Der Unterschied zwischen FUTON und Matratze
Wir werden häufig gefragt, worin der Unterschied besteht, zwischen einem Futon und einer Matratze. Der wesentliche Unterschied liegt in der Bauweise. Während eine Matratze aus einem Kern und einem versteppten Bezug besteht, wobei der Bezug, mit dem untergesteppten Vlies, für das Klima sorgt und der Kern für die Liegeeigenschaften, ist das Futon mit einer Vielzahl von Schichten gefüllt, die nur an einigen Punkten miteinander verbunden sind. Da einige oder auch alle diese Schichten aus Naturfasern bestehen, ist die Klimafunktion quasi im Kern integriert. Die Naturfasern werden durch unser Gewicht gepresst, wodurch das Liegen auf dem Futon eine gute Grundfestigkeit aufweist. Je mehr Latex wir hineingeben, desto höher fällt der Komfort in Form von Körperanpassung aus. Matratzen, so sie denn aus guten Materialien bestehen, sind tendenziell weicher im Liegegefühl. Wir können natürlich nicht Äpfel und Zitronen vergleichen, sondern nur Produkte von ähnlicher Materialqualität. Federkern- oder billige Schaummatratzen weisen zwar vordergründig eine hohe Festigkeit oder gar Härte auf, bieten aber keine vernünftige Körperanpassung oder / und keine lange Haltbarkeit; ähnlich verhält es sich mit sehr einfachen, dünnen, reinen Baumwollfutons, die kurzzeitig bequem sind, dann aber schnell immer härter werden. Grundsätzlich braucht ein Schlafpolster, auch eines guter Qualität, ein zum Körpergewicht angemessenes Volumen. Deshalb machen wir bei unseren Produkten stets Gewichtsangaben, als Grundorientierung, um einen wirklich guten Schlafkomfort zu erreichen.
Ein Futon hat fast immer die besseren Klima-Eigenschaften, das heisst, Feuchte, die wir des nachts abgeben, wie auch Raumfeuchte, kann das Material leicht passieren, ohne einen Feuchtestau (ein klammes Gefühl) zu verursachen, was zum Schwitzen führt. Ein gutes Futon ist stets trocken und hat eine angenehme Temperatur. Eine Naturlatexmatratze dagegen, bietet mehr Elastizität, was besonders im Schulter- und Hüftbereich empfindsamen Menschen entgegenkommt; sie reguliert das Schlafklima mittels der (zumeist) eigesteppten Schurwolle. (Synthetische Steppvliese, wie sie meist in Kaltschaum-Matratzen verwandt werden, sind im Vergleich zur Wolle minderwertig und erzeugen elektrostatische Ladung.)
Ein Vorteil der Komfort-Futons im Vergleich zu NaturlatexMatratzen liegt sicher im Preis, insbesondere bei den breiten Maßen.
Warum gibt es so viele schlechte Matratzen?
Dies hat mehrere Gründe: einmal ist da leider das allgemeine Desinteresse an diesem wichtigen Produkt. Wer interessiert sich schon für Matratzen ? Aber warum ist das eigentlich so ? Nun, was lernen wir denn über unseren Körper und den Umgang mit ihm, über den Schlaf, in der Schule, in der Familie, in den Medien? Wir lernen schön zu sein, uns fit zu trainieren, etc. Und auch die meisten Orthopäden haben über ein so gewichtiges Thema wie den Schlaf, bzw. die richtige Matratze nicht viel Brauchbares zu sagen (empfehlen visco-elastische Matratzen, wie Tempur !?). Kurz: wir lernen die Matratze als notwendiges Ding ohne Bedeutung kennen und einzuordnen. Also möchten die meisten Leute für dieses ‚Produkt ohne Bedeutung’, das man fast nie sieht möglichst wenig Geld ausgeben.
Andererseits ist da die Anbieterseite, bestehend aus der Industrie, die mangels geeignetem Personal ebenfalls recht lustfrei das produziert, was möglichst zahlreich gekauft wird. Es mangelt an engagiertem Nachwuchs in Entwicklung und Management, weil ... nun ja, weil es eben so wenig interessant scheint.
Dazu kommt noch der Druck der großen Händler, die sich an Sonderangeboten berauschen. In den mittlerweile dominierenden Möbel-/und Matratzen-Supermärkten geht es um niedrige Personalkosten (statt geschultem Fachpersonal) und simple Flächen-Rendite. Der Kunde kriegt was er ‚will’ und wenn er denn, weil er es nicht besser weiß etwas billiges will, kriegt er eben das ... so dass das Material immer 'bescheidener' ausfällt.
Ein Trauerspiel ist das, deshalb gibt es für die Freunde guter Qualität viel zu tun.
Es gilt hier das gleiche wie beim Kochen: die Qualität der Rohstoffe / Materialien bestimmt das Ergebnis.
Hoffnung: die nächste oder übernächste Gesundheitsreform erfasst den Zusammenhang zwischen schlechter Schlafkultur und orthopädischen Behandlungskosten (!) - dann wird die gute Matratze zur Pflicht. Es wird mehr Informationen zu diesem Thema geben ... und das ist der Punkt: ein informierter Konsument wird zum interessierten Kunden.
Test & Zertifikat
Dies ist ein schwieriges Thema, zu dem ich zahlreiche Geschichten und Anekdoten kenne. Ich möchte mich darauf beschränken, darzustellen, warum wir keinen Wert auf Test-Produkte und Zertifikate legen.
Was den Bereich Test / Warentest, getestete Produkte angeht, gibt es, wie jeder weiss 2 Organisationen, die dieses Thema beherrschen, Stiftung Warentest, eine halbstaatliche Einrichtung, die vom Prinzip her, aufgrund ihres Status seriös ist, aber deren Testergebnis dennoch nur eingeschränkt verlässlich ist, schließlich scheut man 2 Dinge, die Schädigung von seriösen Unternehmen und das mögliche, daraus folgende Prozess/ -kostenrisiko.
Im Bereich der Matratzentests fällt auf, dass die Test-Kriterien teils so lasch sind, das auch 'schwache' Produkte passabel abschneiden. Die Verbraucher die nach Qualität suchen haben keine klare Entscheidungshilfe, der deutlich größeren Gruppe derer, die wenig ausgeben wollen, kommt man entgegen und fördert somit den Qualitätsverfall.
Die andere Einrichtung 'Ökotest' ist von vornherein privatwirtschaftlich und kann die sichere Trennung von Anzeigenkunden und Testaspiranten nicht gewährleisten.
Ich kenne von beiden Seiten sowohl schlüssige, verlässliche Tests bzw. Testergebnisse, wie auch solche, bei denen man sich als seriöser Profi nur an den Kopf fasst oder einem das Lachen gehörig vergeht, wenn man davon betroffen ist.
So weiss ich beispielsweise im Bereich der Naturmatratzen von Fällen, bei denen der eine Wettbewerber, der die gleichen QuL zertifizierten Materialien einsetzt wie andere, eine Note schlechter bewertet wurde, weil eben in dieser Material-Charge andere Ergebnisse ermittelt wurden. Es hätte also auch andersherum kommen können und jeweils macht es sich für denjenigen, der die schlechte Note hat deutlich bemerkbar. Auch misst man mit zweierlei Maß, da wird eine vollsynthetische (und Preis-/Leistungsmiserable) Tempur-Matratze plötzlich, im 2. Anlauf (!) für 'gut' befunden, während ehrbare Naturmatratzen auf 'befriedigend' abgewertet werden (Grundsatz), wenn sie Kunstoff enthalten. Für Verbraucher ist das nicht erkenntlich.
Von Stiftung Warentest ist bekannt, dass (ähnlich wie bei Ökotest) Produkte bestimmter Hersteller bevorzugt in den jeweiligen Test aufgenommen werden, während andere, genauso relevante Produkte nicht auftauchen. Wenn Hersteller also keine entsprechende 'Lobby-Arbeit' leisten, haben sie nur eine geringe Chance dabei zu sein.
Im Ergebnis muss man zu dem Schluss kommen, dass es sich beim Test allzu sehr um ein marketing-technisches Instrument handelt, um das seitens der Industrie hart gekämpft wird, das aber qualtitätsorientierten Verbrauchern keine befriedigende Unterstützung bietet, zumal Qualitätsprodukte häufig von kleinen Herstellern kommen und – auch aufgrund ihrer geringen Marktbedeutung – gar nicht erst im Test vorkommen.
Im Laufe der Zeit habe ich genügend Erfahrung, sogar überwiegend positive mit Tests und Testergebnissen von Stiftung Warentest und Ökotest gemacht, um diese Entscheidung zu treffen, nicht damit zu arbeiten, um wahre Qualität angemessen darzustellen.
Ähnlich verhält es sich mit den Zertifikaten.
Selten sind die Zertifizierungskriterien für den Verbraucher klar zu durchschauen und es bedarf eines Vertrauens zur jeweiligen Zertifizierungsstelle. Die Hersteller, die das Zertifikat erhalten, müssen dazu bestimmte Bedingungen erfüllen, die aber nicht unbedingt gesichert geprüft oder überprüfbar sind, sondern es wird davon ausgegangen, dass sie eingehalten werden. Somit vertraut man letztlich doch wieder einem Unternehmen und das Zertifikat erhält eine marketing-technische Alibifunktion.
Wenn beispielsweise die Materialreinheit von Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (k.b.A.) dadurch gewährleistet wird, dass der Erzeuger 1x im Jahr eine Probe an ein Prüflabor schickt, so vertrauen Sie letztlich diesem Erzeuger oder dem Konfektionär, der diese Ware verarbeitet.
Wenn beispielsweise ein textiles Produkt mit einem Öko-Label verziert ist, das auf den Test von 200 Schadstoffen hinweist, macht es einen guten Eindruck und lockt uns zum Kauf. Ob es aber in zweifelhafter Weise irgendwo in Mittelasien hergestellt wurde, ist noch weniger erkennbar, als der andere Aspekt, dass es wirklich aus k.b.A. stammt.
Es gibt auch hier viele Beispiele und Geschichten, die am Ende deutlich machen, dass es um Vertrauen geht und das möchten wir über größtmögliche Offenheit in der Produktdarstellung und Beratung aufbauen, statt über ein ein Siegel.
Um deutlich zu machen, dass es nicht an Zugang zum Thema Zertifizierung mangelt, sei erwähnt, dass ich den QuL mit gegründet und aufgebaut habe und heute Mitglied im IVN bin.
Wenn Sie das Prüfzertikat eines oder mehrerer unserer Materialien möchten, so senden wir diese auf Anfrage per Email zu.
Für Fragen zu diesen Themen stehe ich gern zur Verfügung.
Dietmar Wagner, 2012